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Lockere Atmosphäre, entspannte Klänge

REICHENBACH-STEEGEN: Das dritte Kulturwochenende lockt mit dem Duo Albert Koch und Danny Newman sowie Illumination des Turms

Deutschlandbewimpelte Fassaden, Fußbälle und Miniatur-Fußballfelder kündigen die WM auch in Reichenbach-Steegen an. So ist das Public Viewing des Deutschland-Spiels einer der vielen Programmpunkte beim dritten Kulturwochenende der Ortsgemeinde. Bereits amSamstag begannen die Veranstaltungen.Der Duft des holzbefeuerten Flammkuchenofens leitet den Besucher gleich in die richtige Richtung zum ehemaligen Raiffeisengebäude mit seinem weithin sichtbaren Turm.

Bis in die Haarspitzen motiviert ist die Schar von ehrenamtlichen Helfern. Extra aus Rodenbach ist der Mess und Regeltechniker Ingo Viering gekommen.In Reichenbach-Steegen hat er seine Freunde. „Eine Herzenssache“ ist es für ihn, die Illumination von Turm und Gebäudeinnerem des Raiffeisenbaus einzurichten. Um Technik, Sound und Akustik kümmert sich seit 14 Tagen fast täglich Axel Grün. Auch seine Frau Elke ist im Förderverein und in der Arbeitsgruppe aktiv. Mit Stolz trägt sie das Trikot der Kita Lummerland.

Vor dem Salon haben die Kinder ihre Zeichnungen zum Thema „Mein Lieblingsort in Reichenbach-Steegen“ ausgestellt. Kirche, Schule, Apotheke, den Entenweiher, den Fußballplatz, Schaukel, Apfelbaum und Kinderspielplatz gibt es hier zu sehen.„Come together“ (kommt zusammen) lautet die Einladung zum Auftakt um 19.30 Uhr.

Nur langsam füllt sich das Terrain vor dem Eingang. Tische, Bänke und reichlich Sonnenschein laden zum Verweilen ein. Für Speis’ und Trank ist gesorgt, Gespräche ergeben sich von ganz allein. Ein kühles Getränk nehmen auch die Protagonisten des Abends, die Musiker Albert Koch und Denny Newman, zu sich – Gelegenheit, ungezwungen mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Besonderer Anziehungspunkt ist der Stand des Bachbahn-Museums. Ein würzig dunkles Bachbahn-Bräu bieten dort die Männer und Frauen vom Förderverein an. Es findet guten Absatz. Zu klappen scheint auch die Integration vor Ort. Aus Amerika,Holland und England stammen Gäste und Helfer. Als störend wirkt sich da nur das Geräusch eines Rasenmähers aus: Just um halb acht erledigt ein Anrainer letzte Wochenendarbeiten.

Ständig umher treibt es Ortsbürgermeister DirkWagner (SPD). Er eilt von einem Ort zum andern, schaut nach dem Rechten, begrüßt die Neuankömmlinge und findet trotzdem Zeit für einen Plausch. Mit der Saloneröffnung durch ihn beginnt dann der offizielle Teil des Abends. Er erinnert an die Anfänge 2013, als aus den Reihen der Bürgerinnen und Bürger ein Dorferneuerungsprogramm aufgelegt wurde, das Schwächen, Stärken und Maßnahmen sichten sollte.

Bereits 2014 wurde Reichenbach-Steegen Schwerpunktgemeinde im Ortsentwicklungsprozess. 2015 meisterte man die Flüchtlingskrise.2016 hat das erste Kulturwochenende stattgefunden. An den Gemeinschaftssinn appelliert Dirk Wagner.Auch der ehemalige Denkmalschützer des Landkreises Kaiserslautern, Matthias Hess, unterstützt das Projekt. Alle sechs Wochen führe ihn der Weg zurück in die Region. Der Neu-Regensburger wirbt ebenfalls für Menschen, Heimat und Miteinander.„Es lohnt sich doch hier zu leben“, ist sein Fazit.

Mit Albert Koch und Denny Newman konnten nach dem Ditzner-Twintett mit Roland und Bernhard Vanecek, David Punstein, Fotokünstler Jörg Heieck und dem Musikverein Reichenbach-Steegen in den Vorjahren zwei weitere Hochkaräter der Musikszene verpflichtet werden.Sponsoring und Crowdfunding hatten es ermöglicht. SPD-Landtagsabgeordneter Daniel Schäffner ersteigert das Plakat mit den Originalunterschriften des Duos. Der Erlös fließt in den Fördertopf.

Souverän und mit Gefühl spielen und singen Koch und Newman Blues-Klassiker aus den 1990ern und Selbstgemachtes.Ein überregional bekannter Blues-Harp-Spieler und Mundharmonika-Virtuose der eine, ein Gitarrist und Sänger mit internationaler Banderfahrung der andere. Beim gemeinsamen Auftritt, begleitet von begeistertem Mitklatschen und Fingerschnipsen, verzücken sie das Publikum ein ums andere Mal.

Erdige Töne, präzise Rhythmik und ein improvisatorisches Reinverständnis gipfeln imharmonischen Zusammenwirken.Gemütlich sitzen und stehen die Besucher noch an der Raiffeisenbar und im Freien zusammen, bevor im schönsten Licht zu später Stunde der Turmerstrahlt. Mit einem umfangreichen Programm– Integrationslauf und Siegerehrung, Tanzaufführungen des VfB Reichenbach und der Kita Lummerland, Verlosung und Public Viewing – ging es am Sonntag weiter. Erfolg auf ganzer Linie konnte das Team „Land.Salon“ für sich verbuchen.

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