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Dorfmoderation - Gemeinsam geht's weiter

Im vergangenen Jahr haben viele Bürgerinnen und Bürger aus Reichenbach-Steegen, Albersbach und Fockenberg-Limbach Ideen für die Weiterentwicklung der Ortsgemeinde zusammengetragen. Diese wurden mit Hilfe vom Büro "Stadtgespräch" nun zusammengefasst und vorgestellt. Der Musikverein 1957 Reichenbach e.V. unter Leitung von Robert Hemm, umrahmte die Informationsvorstellung mit der passenden Musik.

Julia Kaiser vom Büro "Stadtgespräch"

Julia Kaiser vom Büro "Stadtgespräch"

Ortsbürgermeister Dirk Wagner bedankte sich bei den rund 60 Mitbürgerinnen und Mitbürgern die in Arbeitskreisen über 80 Ideen und Maßnahmen gesammelt haben. Mit der Umsetzung dieser Ideen sollen nun die Weichen für die nächsten 20 Jahre gestellt werden. Er ist besonders stolz darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger mit anpacken wollen um dieses Ziel zu erreichen.

Peter Schmidt, 1. Beigeordneter der Verbandsgemeinde, kann sich noch gut an den Anfang der Dorfmoderation erinnern. "Heute schon an morgen denken" und das auch umsetzen, ist ein hartes Stück Arbeit. Im Namen der Verbandsgemeinde wünscht Peter Schmidt für die nächsten Schritte alles Gute, viel Geduld und Durchhaltevermögen. Er ist sich sicher, dass der Erfolg in 1-2 Jahren schon sichtbar wird.

Julia Kaiser vom Büro "Stadtgespräch" stellte das Ergebnis der Dorfmoderation vor. Hier ein kleiner Auszug:

Angefangen hat es mit einer Fragebogenaktion im Frühjahr 2013, die Rücklaufquote lag bei 43%. Insgesamt wurden 80 Ideen und Maßnahmen erarbeitet, auch die Grundschüler wurden befragt.
Gesammelt wurden die Stärken und Schwächen des Ortes, so waren u. a. die gute ärztliche Versorgung, das rege Vereinsleben und die Vielzahl historischer Gebäude die Stärken. Unter die Schwächen fielen u.a. die fehlende Ganztagsbetreuung in der Grundschule, Defizite bei der ÖPNV-Anbindung nach Ramstein, Landstuhl und Kusel und im Bereich der Versorgungsinfrastruktur.

Die Ideen und Maßnahmen wurden in Themenfelder eingeteilt.

  • Infrastruktur, Versorgung, Verkehr
  • Umwelt und Energie
  • Handwerk, Dienstleistung und Gewerbe
  • Kultur, Freizeit, Tourismus
  • Bauen, Wohnen und Leben

Für das Thema "Infrastruktur, Versorgung und Verkehr" wurden u.a. die Ansiedlung eines Marktstandes, Schaffung alternativer Versorgungsmöglichkeiten (z.B. Gründung einer Genossenschaft zur Betreibung eines Dorfladens) oder die Schaffung von Parkplätzen auf dem Kerweplatz vorgeschlagen.

Ideen zum Thema "Umwelt und Energie" sind u.a. die Entwicklung eines Modellprojektes zur Stromspeicherung am Herrenberger Hof und die Organisation eines Arbeitskreises zur Durchführung gemeinsamer Aktivitäten zum Schutz, zur Pflege und zur Erhaltung von Natur und Landschaft.

Für das Themenfeld "Handwerk, Dienstleistung und Gewerbe" steht das Aufstellen einer Informationstafel mit Auflistung der Betriebe vor Ort und die Organisation eines Gewerberinges.
Die Stärkung der Zusammengehörigkeit zwischen den vier Ortsteilen ist Ziel des Themenfeldes "Kultur, Freizeit, Tourismus". Die Reaktivierung des Osterballs und der Ausbau des Kontaktes mit der Partnergemeinde in Frankreich sind auch ein Thema.

Zum Themenfeld "Bauen, Wohnen und Leben" wurde u. a. die Gründung eines Ausschusses für Ortsentwicklung vorgeschlagen. Die Reaktivierung/Umnutzung vom Raiffeisengelände, die Umgestaltung vom Kerweplatz sowie die Gestaltung des Umfeldes des Denkmals in Albersbach sind Ideen und Maßnahmen.

Die Ziele der Dorfmoderation sind:

  • Gemeinsam mit Verantwortungsbewusstsein, Energie und Freude die Herausforderungen wegweisend für das Dorf zu meistern.
  • Sicherung und Stärkung der kommunalen Infrastruktur
  • Erhöhung der Wohnqualität und Steuerung einer nachhaltigen Innenentwicklung
  • Ausbau der Nutzung regenerativer Energien und Schutz von Natur und Landschaft· Stärkung des örtlichen Gewerbes
  • Förderung von Kultur, Freizeit und Tourismus
  • Ausbau und Förderung des bestehenden hohen bürgerschaftlichen Engagements sowie sozialer kultureller Aktivitäten.

Als weiterführende Schritte sind u.a. die Erstellung eines Dorferneuerungskonzeptes geplant. Eine erste Projektgruppensitzung hierzu findet am 26. Februar um 19:30 im Bürgerhaus statt.
Text/Fotos: Lotti Klein

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