Reichenbach

Der Name Reichenbach könnte gemäß dem „Historischen Siedlungsnamenbuch der Pfalz“ von Martin Dolch und Albrecht Greule auf einen Ort in wasserreicher Gegend hinweisen.

Reichenbach hatte zur Römerzeit schon eine große Bedeutung. Zeuge ist der mächtige Turm der Protestantischen Kirche, der ehemals in ein vielfältiges Wehrsystem eingebunden war. Dazu gehört auch der sogenannte „Burgweg“, der von Norden aus der Reichenbacher Gemarkung kommend auf den Römerweg zum Donnersberg stieß.

Es ist nicht zweifelsfrei zu entscheiden, ob keltische oder römische Handschrift hinter der Befestigung steht. Sicher ist, dass dieser Ort mit seiner Anhöhe um den heutigen Kirchplatz zu allen Zeiten ein wichtiger Ort war.

Otto der I., der Sohn Ludwigs II., der den Nahegau als Erbteil aus dem Reich Karls des Großen übertragen bekam, schenkte 945 Reichenbach her. Der Vasall Franko erhielt in seinem Forst „Lutara“ sechs königliche Hufe (das sind kleinste bäuerliche Anwesen). Es handelte sich um zum Teil gut bewirtschaftete königliche Gehöfte. Der König bezeugte seine Schenkung mit seiner eigenhändigen Unterschrift.

Im Laufe der Zeit ging das Dorf immer wieder in neue Besitzverhältnisse über. Um 1291 waren die Grafen von Veldenz im Besitz der Ländereien, zu denen auch Reichenbach gehörte. Reichenbach wird zu einem Unteramt in der Landvogtei im Speyergau.

Reichenbach war schon seit 1346 eine Schultheißerei, das heißt es bestand ein Gericht mit einem Schultheißen, mehreren Schöffen und einem Gerichtsschreiber.

Zwischen 1794 und 1803 war das „Reichenbacher Gericht“ unter der strengen Herrschaft der Franzosen eingeschnürt. Erst der napoleonische „Code civil“ brachte eine Neuordnung.

1817 kam das „Reichenbacher Amt“ unter die Oberherrschaft der Bayern. Rheinbayern oder der Rheinkreis erlebte eine völlige Neuordnung des Staatsapparates. An die Stelle der Adligen trat ein neuer Beamtenstand, der nur dem Staat unterstand.   

(Sie können hier einen kurzen Abriss der Geschichte unseres Dorfes lesen. Es handelt sich um Auszüge aus unserer Ortschronik. Diese enthält die ausführliche Darstellung mit vielen weiteren interessanten Details. Die Chronik ist über den Ortsbürgermeister Dirk Wagner, über die Verbandsgemeindeverwaltung Weilerbach zu erhalten, oder mailen Sie direkt an info@Reichenbach-Steegen.com)

 
Ortsgemeinde Reichenbach-Steegen